rauchen-1_1 rauchen-2_1

Rauchen schädigt Mund und Zähne!

Die Mundgesundheit wird durch den Zigarettengenuss erheblich beeinträchtigt. Rauchen ist das größte Einzelrisiko für die Zahn- und Mundgesundheit! Teer, Nikotin und ca. 4000 chemische Verbindungen gelangen beim Rauchen in die Mundhöhle.

Ursachen und Folgen

  • Beim Rauchen gelangt schädlicher Zigarettenqualm in die Mundhöhle. Dabei lagern sich Stoffe auf Mundschleimhaut, Zahnfleisch, Zähnen und Zunge ab.
  • Die Mundschleimhaut wird geschädigt und verliert ihre Schutzfunktion.
  • Schlechteres Geruchs- und Geschmacksempfinden sind die Folgen.
  • Vermehrte Zahnsteinablagerungen und Karies treten auf.
  • Zähne von Rauchern sind schmerzempfindlicher.
  • Durch Nikotin bzw. Gefäßverengungen werden Schleimhäute und Zahnfleisch schlechter durchblutet.
  • Raucher haben ein fünffach höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Bei einer Parodontitis entzünden sich Zahnfleisch und Zahnbett, die Zähne werden locker und fallen bei Nichtbehandlung aus. Ursache ist die geringere Zahl antibakteriell wirksamer Speichelbestandteile. So können in den Belägen aus Plaque und Zahnstein Parodontitis und Karies entstehen. Die im Tabakrauch enthaltenen Chemikalien bewirken, dass das Zahnfleisch nicht so schnell blutet, weshalb die Erkrankung oft erst spät erkannt wird.
  • Raucher sind 20-mal stärker gefährdet, an Parodontitis zu erkranken.
  • Raucher sprechen deutlich schlechter auf die Behandlung einer Parodontitis an.
  • Ca. 70 Prozent mehr Wurzelbehandlungen als bei Nichtrauchern sind nötig.
  • Die Wundheilung nach einem chirurgischen Eingriff wird verzögert und eine erfolgreiche Zahnimplantatbehandlung erschwert.
  • Vor allem starke Raucher leiden häufig unter Entzündungen des Zahnfleischsaumes rund um Zahnimplantate. Werden diese nicht rechtzeitig behandelt, können sich Implantate lösen und müssen entfernt werden.
  • Verfärbte Zähne beeinträchtigen das Aussehen, und schlechter Atem ist nicht angenehm. Das Nikotin im Tabak hinterlässt einen unschönen Belag auf den Zähnen. Dessen Farbpigmente dringen so tief in den Zahnschmelz ein, dass die Verfärbungen auch durch gründliches Zähneputzen nicht beseitigt werden können.
  • Lange unschöne Zähne werden durch Zahnfleischschwund und empfindliche Zahnhälse verursacht.
  • Das Risiko, an Mundhöhlen- und Rachenkrebs zu erkranken, ist bei Rauchern um ein Vielfaches erhöht. Außerdem sind Raucher besonders gefährdet hinsichtlich Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs.
  • Die Kombination von Alkohol und Tabak erhöht das Mundkrebsrisiko um bis zu 40 Prozent.

Eine Früherkennung von Mundkrebs ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung. Die Beurteilung von Veränderungen in der Mundhöhle gehört zu den Aufgaben ihres Zahnarztes. Regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt sind für Raucher besonders wichtig, ebenso wie die Selbstkontrolle.

Rauchstopp lohnt sich!

  • Bereits drei bis fünf Jahre nach einem Rauchstopp nimmt das Risiko, an Mundhöhlenkrebs zu erkranken, deutlich ab.
  • Parodontitis, Entzündungen der Zahnfleischtaschen, der Abbau des Kieferknochens oder störender Mundgeruch lassen schon 1 Jahr nach Beendigung des Rauchens deutlich nach.

Empfehlung

  • Raucher sollten besonderes Augenmerk auf Zahnhygiene legen.
  • Zähneputzen nach jeder Mahlzeit reduziert die „Lust“ auf eine Zigarette.
  • Regelmäßige Zahnarztbesuche.
  • Professionelle Zahnreinigung ist generell zu empfehlen, im Besonderen für Raucher.
  • Zur Zahnpflege verwenden Raucher vorzugsweise weichere Bürsten, um das Zahnfleisch nicht noch mehr zu reizen. Die Zahnzwischenräume sollten täglich mit Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten gereinigt werden. Auch eine Mundspülung unterstützt die Gesundheit des Mundraums.

Wichtig ist uns noch folgender Hinweis:

Ob Sie rauchen oder nicht, ist allein Ihre Entscheidung. Egal ob mit oder ohne Rauchen – wir tun alles, um Ihnen zu helfen.

Alle verfügbaren Archive