Gesunde Zähne – gesunder Körper

… und umgekehrt!

Dass Zahn- bzw. Mundgesundheit in enger Wechselwirkung mit der Gesundheit des gesamten Körpers steht, ist mittlerweile wissenschaftlich ausreichend belegt.

Aus gutem Grund arbeiten daher moderne Zahnärzte und Ärzte gemeinsam gegen die Gefahren aggressiver Mundkeime und Bakterien. Karies, Zahnbetterkrankungen (Gingivitis/Parodontitis) und Kieferanomalien sind häufig Symptome einer auf gemeinsamen Ursachen beruhenden Allgemeinerkrankung (sog. Herdtheorie).

Bakterien, Bakteriengifte oder Botenstoffe gelangen vom Entzündungsursprung über die Blutbahn in entfernte Körperregionen und führen dort zu Reaktionen, die wiederum weitere Erkrankungen hervorrufen oder bereits vorhandene Erkrankungen verstärken können (BODY-MOUTH-CONNECTION).

Kranke Zähne und mögliche Folgen

Gingivitis/Parodontitis

Beläge auf Zahnoberflächen, in Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand lassen Bakterien entstehen, deren Stoffwechselprodukte die Entzündung hervorrufen. Verhärten ursprünglich weiche Zahnbeläge, werden sie rau und zu Zahnstein und es nisten sich Bakterien ein. Zuerst kommt es zu einer oberflächlichen Entzündung (Gingivitis).

Ohne Behandlung hält die natürliche Schutzbarriere dem dauerhaften Angriff der Bakterien nicht stand, die Entzündung wird chronisch und zerstört das Gewebe. Die Folge sind Zahnfleischbluten und unangenehmer Mundgeruch. Die Entzündung erfasst alle Teile des Zahnhalteapparates. Es bilden sich sogenannte „Taschen“, in denen sich Bakterien einnisten.

Parodontitisbakterien und Entzündungsstoffe verteilen sich über das Zahnfleisch, gelangen in den Blutkreislauf und können dort folgende Erkrankungen auslösen:

  • Herzkreislauferkrankungen/Arterienverkalkung/Herzinfakt (Gefäßveränderungen/Verkalkung)
  • Schlaganfall (ca. 2-3-fach erhöhtes Risiko bei Paradontitis)
  • Atemwegserkrankungen/Bronchitis/Lungenentzündung (Über die Mundhöhle gelangen die Bakterien zur Lunge)
  • Entzündungen an Hüftprothesen und bei künstlichen Gelenken
  • Rheumatische Arthritis
  • Osteoporose
  • Magenerkrankungen
  • Frühgeburten und geringereres Körpergewicht bei Neugeboren (ca. 7,5-fach erhöhter Risikofaktor bei Frauen mit nicht behandelter Parodontitis)

Vor einer Schwangerschaft sollte die Behandlung erfolgreich beendet sein!

Vor großen Operationen (z.B. Herzklappen-OPs) wird dringend angeraten, das Gebiß vorher zu sanieren.

Parodontitis und Diabetes und ihre negative Wechselbeziehung

Bei Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzucker erhöht sich das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken um das Dreifache. Die Parodontitis zählt zu einer typischen Folgeerkrankung des Diabetes. Umgekehrt kann die Parodontitis die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern deutlich erschweren und damit den Verlauf der Zuckerkrankheit verschlechtern. Diabetiker leiden häufiger unter Wundheilungsstörungen nach Zahnextraktionen, unter Zahnfleischabszessen, Zahnfleischentzündungen mit Geschwüren und unter Rissen in den Mundwinkeln (Rhagaden).

Bei Zuckerkranken ist das Immunsystem häufig geschwächt. Dadurch können sich die Mundbakterien stark vermehren. Die Regenerationsfähigkeit des Zahnhalteapparates ist herabgesetzt. Wundheilungsstörungen, Mundtrockenheit, Mundbrennen und veränderte Geschmackswahrnehmungen treten auf. Das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, ist höher. Die Erkrankung verläuft bei schlecht eingestellten Blutzuckerwerten schwerer und ist bei einem Diabetiker schwieriger zu behandeln. Zudem sind Diabetiker anfälliger für Karies.

Entzündungsherde bedingt durch Parodontitis bringen den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht, weil die Zellen weniger Glukose aufnehmen können und das Insulin schlechter wirkt. Durch die erhöhte Insulinresistenz der Zellen steigen die Blutzuckerwerte. Bei Diabetikern mit Parodontitis schwanken sie häufiger und lassen sich nicht so gut einstellen. Zudem kann Parodontitis das Risiko für Folgekrankheiten (Nieren- und Augenschäden und arterielle Verschlusskrankheiten der Beine) erhöhen.

Diabetiker sollten zur Verbesserung ihrer Blutzuckereinstellung deshalb bestehende Parodontalerkrankungen unbedingt konsequent behandeln lassen. Diabetologe und Zahnarzt sollten eng miteinander zusammenarbeiten.

Störungen des Funktionssystems von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Kauebene können zu Kopfschmerzen und Erkrankungen der Wirbelsäule führen, Zähneknirschen und Abrieb ein Hinweis auf Stress sein.

Schnarchen und Schlafapnoe rauben den Schlaf und sind höchst ungesund! Zahnärztliche Schlafmedizin und Schnarch-Zahnschienen helfen! Müdigkeit am Morgen, Mundtrockenheit, Heiserkeit und Halsschmerzen sind Zeichen für Schnarchanfälle.

Die gesundheitlichen Folgen von Schnarchen und Schlafapnoe:
  • Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • erhöhtes Schlaganfallrisiko
  • Tagesmüdigkeit, Schläfrigkeit und Konzentrationsstörungen
  • Depression und Lustlosigkeit – auch in der Sexualität
  • allgemein erhöhte Risiken durch Unaufmerksamkeit (Straßenverkehr, Arbeit etc.)

Die Zahnarztpraxis Dr. Seifert ist Spezialist beim Thema Schnarchschienen!

Risikofaktoren für eine Zahn/-Munderkrankung
  • Unzureichende Mundhygiene
  • Rauchen und Alkohol (Erhöhtes Risiko von Mundschleimhautveränderungen und oralen Tumorerkrankungen)
  • Stress
  • Unbehandelter Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Mangel- bzw. Fehlernährung
  • Erbliche Veranlagung
  • Alter
  • Geschwächtes Immunsystem
Was können Sie für Ihre Gesundheit und gesunde Zähne tun?
  • Gründliche tägliche Mundhygiene - auch die Zahnzwischenräume müssen sauber sein und gereinigt werden
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
  • Professionelle Zahnreinigung - je nach individuellem Risiko ein- bis viermal pro Jahr > Link zu Zahnreinigung( Selbst bei gründlicher Zahnpflege lassen sich gewisse Ablagerungen nicht vermeiden.)
  • Gesunde Lebensweise

Mit relativ geringem Aufwand können Sie sehr viel für Ihre Gesundheit tun. Wir beraten Sie gern hierzu.

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